Landkreis Gießen investiert gemeinsam mit den Städten Staufenberg und Lollar über sieben Millionen Euro
Landkreis Gießen. Die Container stehen bereit, die Bagger sind schon eingetroffen: Bald steht von der in die Jahre gekommenen Dreifeld-Sporthalle an der Clemens-Brentano-Europaschule in Lollar nur noch das Grundgerüst. Denn der Landkreis Gießen saniert die Halle in den kommenden zwei Jahren von Grund auf.
Die Sporthalle ist aus Sicherheitsgründen wegen baulicher Mängel bereits länger gesperrt. Jetzt haben die Abbrucharbeiten begonnen, im März schließt sich die Schadstoffsanierung an und ab August folgen dann die Rohbauarbeiten.
„Die Sanierung der Sporthalle ist eine wichtige Investition für den Schul- und Vereinssport im Landkreis. Wir sind froh, dass wir endlich mit den Arbeiten beginnen können. Die Generalsanierung der Sporthalle in Lollar ist eine von vielen aktuellen Baumaßnahmen an den kreiseigenen Sporthallen, mit denen wir dem großen Sanierungsstau entgegenwirken“, erklärt Christopher Lipp, Schul- und Baudezernent des Landkreises Gießen.
Sporthalle wird grundhaft erneuert
Die Arbeiten an der Halle sind umfangreich: Die Gebäudehülle wird energetisch saniert, das Dach erneuert, eine PV-Anlage angebracht und die komplette Gebäudetechnik neu installiert. Die Halle bekommt außerdem neue Nebenräume – in diesen entsteht ein Gymnastikraum sowie ein Fitness- und Kraftraum für den Schul- und Vereinssport.
Der Zugang zur Sporthalle ist künftig barrierefrei. Auch die Anforderungen an den Breitensport von Menschen mit Behinderungen werden umgesetzt. Dabei wird insbesondere darauf geachtet, dass die Halle mit Sportrollstühlen genutzt werden kann.
Das gemeinsame Foyer der Sporthalle und des Schwimmbades dient nach den Bauarbeiten als neuer Treffpunkt für Veranstaltungen.
Der Schulleiter der Clemens-Brentano-Europaschule Andrej Keller ist dankbar für die Sanierung, denn die Bewegungsförderung der Schülerinnen und Schüler sei ein wichtiges Thema an der Schule. „Deshalb freuen wir uns, dass die Sporthalle von vielen kommenden Generationen junger Menschen an unserer Schule genutzt werden kann“, so Keller.
Kommunen Staufenberg und Lollar beteiligen sich an Kosten
Die Gesamtkosten der Sanierung betragen 7,5 Millionen Euro. Davon sind etwa 5,7 Millionen Euro reine Baukosten und etwa 1,8 Millionen Euro Planungskosten sowie Baunebenkosten. Der Landkreis Gießen erhält für das Projekt eine Förderung des Bundes in Höhe von 990.000 Euro sowie eine Förderung des Landes Hessen über 852.024 Euro.
Die beiden Kommunen Lollar und Staufenberg beteiligen sich an den Sanierungskosten nach Abzug der Fördermittel: Lollar trägt rund 7 Prozent und Staufenberg rund 18 Prozent. Denn Vereine aus den beiden Städten haben die Halle in den vergangenen Jahren regelmäßig für den Vereinssport genutzt. Und das solle auch in Zukunft wieder möglich sein, erklärt Lipp. „Wir möchten den Vereinen wieder eine moderne Sportstätte zur Verfügung stellen, in der die Sportlerinnen und Sportler gute Spiel- und Trainingsbedingungen vorfinden.“
Staufenbergs Bürgermeister Peter Gefeller sieht das genauso: „Die Investition der Stadt in die Sporthalle ist gut angelegtes Geld. Denn wir investieren damit auch in unsere Vereine vor Ort und diese sind wichtige Stützen unserer Gesellschaft.“ Auch Jan-Erik Dort, Bürgermeister der Stadt Lollar, freue sich bereits auf die Fertigstellung der Halle, in der er selbst lange Jahre trainiert habe, und bedankte sich für die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten.
Für die Zeit der Sanierung errichtet der Landkreis am Staufenberger Sportplatz eine Interimssporthalle. Ab Ende April können die Schülerinnen und Schüler der CBES sowie die Vereine diese nutzen.
