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...mehr als nur "heiße Luft"...

Am heutigen Donnerstag besuchte der Orientierungskurs Politik und Wirtschaft der Jahrgangsstufe 11 der CBES die Biogasanlage in Großen Buseck.20190509 115004 COLLAGE

Gemeinsam mit ihrem Lehrer Matthias Payer hatten die Schülerinnen und Schüler zuvor im Unterricht die verschiedenen eneuerbaren Energietechniken erarbeitet und deren politische Umsetzbarkeit diskutiert. Die anschließende praktische Vertiefung gelang in Verbindung mit den Stadtwerken Gießen, die im Rahmen angebotener "Ökotouren" den Besuch der zur Zeit effizientesten Biogasanlage Deutschlands ermöglichten. Dabei starteten die Jugendlichen nach einem Informationsvortrag in der Zentrale der SWG und fuhren im Anschluss über das Blockheizkraftwerk am Industriegebiet "Alter Flughafen" in Richtung Buseck. Vor Ort konnten die Schülerinnen und Schüler unter fachkundiger Führung ihre Fragen zur Technik, aber auch zur gesellschaftlichen Akzeptanz sowie zum ökonomischen wie ökologischen Nutzen stellen. Dabei beeindruckten vor allem die Dimensionen der Anlage sowie die Forschungsbegleitung durch die THM- Gießen, die den hohen Wirkungsgrad als Kraft-Wärme-Kopplungsanlage überhaupt erst möglich gemacht hat. Im Ergebnis der Exkursion waren sich alle Beteiligten einig, dass angesichts der klimatischen Herausforderung dem Ausbau der erneuerbaren Energien absolute Priorität einzuräumen ist und verstärkt in die Forschung und Weiterentwicklung entsprechender Anlagen investiert werden sollte.

Clemens-Brentano-Europaschule räumt beim Wettbewerb der Ingenieurkammer Hessen ab

bahnwettbewerbMit 5 Modellen zum Thema „Achterbahn schwungvoll konstruiert“ haben die Schülerinnen und Schüler der Klasse 5c unter Anleitung von Frau Seegräber und Frau Hofmann an dem diesjährigen Wettbewerb teilgenommen.

Im Rahmen von „Sozialen Lernen“ wurde über fast einem halben Jahr in Gruppen mögliche Bahnen für eine Kugel konstruiert, gezeichnet und schließlich mit den verschiedensten Materialien wie Holz, Pappe oder Kunststoff verwirklicht. Dieser Prozess hat den Schülerinnen und Schüler und auch manchmal den Lehrkräften jedoch einiges abverlangt: Es mussten Kompromisse eingegangen, Aufgaben sinnvoll und gerecht verteilt und letztlich mit viel handwerklichen Geschick die Bahnen gebaut werden. Dabei sind auch schon fertig gestellte Kassenhäuschen von der Gruppe wieder zerstört und neu gebaut worden, Ideen von Gruppenmitgliedern nicht beachtet oder ein fast fertiges Modell komplett mit Leim überschüttet worden. Viele dieser kleinen oder großen Probleme mussten emotional ausgehalten werden. Keine leichte Aufgabe für alle Beteiligten.

Immer das Abgabedatum im Kopf, wurde in der Endphase phantasievoll die Themen der Bahnen ausgearbeitet, so dass schließlich die Modelle Green Snake Coaster, Hello Kitty Bahn, Dschungelbahn, Space girls und Galaxy coaster Ende Februar in Wiesbaden eingereicht werden konnten.

Mit viel Spannung wurde am 30.04.19 zur Preisverleihung in die Kongresshalle nach Gießen gefahren. Die Rednerliste bei dieser großartigen Veranstaltung, bei der aus dem ganzen Bundesland die Nachwuchskonstrukteure mit ihren Lehrerinnen und Lehrer eingeladen waren, reichte vom Präsident der THM bis zum Staatssekretär des HKM.

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Über ein Preisgeld von jeweils 50 € für den 11. und 12. Platz in ihrer Altersklasse konnten sich schließlich der „Green Snake Coaster“ von Diamanda Murray, Johanna Rau, Arthur Stoll, Bedirhan Turgut und Hannes Weber und die Bahn „Space Girls“ von Angelina Heckel, Tricia Sack, Lea Schneidmüller, Elisabeth Schnepp und Elisa Scholz freuen. Diese beiden Gruppen haben zusätzlich noch die Sonderpreise für „jüngste Gruppe“ und „bestes Mädchenteam“ in Form einer Jahreskarte vom Hauptsponsor Taunus Wunderland erhalten.

Die Mühe und Arbeit an den Modellen haben sich schließlich gelohnt und nächstes Jahr werden wir bestimmt wieder an diesem tollen Wettbewerb teilnehmen!

Carmen Hofmann und Ruth Seegräber

P.S. Alle Modelle können am 09.05.19 im Rahmen des LBN-Abends bewundert und ausprobiert werden!

Mehr und nicht weniger Europa

kardelenKardelen Dink von der Clemens-Brentano-Europaschule erhält einen Bundespreis im 66. Europäischen Wettbewerb „Yourope“. Über 70.000 Schüler*innen aus 1130 Schulen hatten an dem diesjährigen Wettbewerb teilgenommen, davon 71 aus Hessen. Vier Arbeiten aus unserem Bundesland hatten laut der Jury die Qualität für einen Bundespreis.

Laut der Bundesjury zählte die Arbeit von Kardelen mit zu den besten Beiträgen in der diesjährigen Runde. Für das Bild in der Kategorie „Street Art“ erhält die Schülerin einen hochwertigen Reisepreis. Von Juni bis September 2019 wird Kardelen als eine der Bundespreisträgerinnen zu einem der sechs Seminare, die an verschiedenen Orten in Deutschland, Belgien und Frankreich stattfinden, eingeladen. Die Auswahl erfolgt durch die Schülerin. Die künstlerische Arbeit von Kardelen zeichnet sich durch ein gekonntes Layout und eine sehr innovative Form in seiner Umsetzung aus. Es werden Dadaelemente mit stark geometrischen und typographischen kombiniert, um den Begriff Solidarität innerhalb der EU wieder salonfähig zu machen.

Weitere sieben Arbeiten von Schüler*innen der Clemens-Brentano-Europaschule wurden mit Landespreisen bedacht: Jasmin SANDHU Thema: 4-1 Street Art - Selay ATASOY Thema: 4-1 Street Art - Kumri BULDUK Thema: 4-1 Street Art - Ayse FIRAT Thema: 4-1 Street Art - Tamika, Renae MONTAGUE Thema: 4-1 Street Art - Simone NOWAK Thema: 4-2 Social Media - Margarita OLENBERG Thema: 3-3 Dear Mr. President

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„Wir behalten von unsern Studien am Ende doch nur das, was wir praktisch anwenden.“

20190329 101855Frei nach diesem Zitat von Johann Wolfgang von Goethe haben uns nach fünfwöchigem Fach- oder Allgemeinpraktikum an der Clemens-Brentano-Europaschule neunzehn Studierende der Justus-Liebig-Universität in Gießen - um viele Erfahrungen bereichert - verlassen.

Die angehenden Lehrerinnen und Lehrer konnten in den vergangenen Wochen an beiden Standorten der CBES hautnah erleben, wie die Institution „Schule“ in der Praxis funktioniert und welche Aufgaben und  Herausforderungen die Lehrerinnen und Lehrer täglich bewältigen.

Im Rahmen einer „Kick-Off-Veranstaltung“ wurde die Schule durch den Leiter des Aufgabenfeldes Gesellschaftswissenschaften, Matthias Payer, vorgestellt sowie allgemeine Fragen, Erwartungen und Befürchtungen gemeinsam besprochen.

In den darauffolgenden Wochen begleiteten die Studierenden dann die Lehrkräfte der CBES in ihrem Unterricht und gewannen in Hospitationen umfassende Eindrücke der beruflichen Praxis. Angeleitet durch die Mentorinnen und Mentoren - denen für ihr Engagement großer Dank auszusprechen ist - konnten die Studierenden zugleich auch vielfältige eigene Unterrichtserfahrungen machen und diese in gemeinsamen Reflexionen besprechen.

Zum Abschluss des Praktikums werteten die Studierenden ihre Erfahrungen gemeinsam aus und erhielten zusätzlich viele praktische Tipps für ihr weiteres Studium.

„Die Schülerinnen und Schüler haben mich bereichert, aber auch unglaublich gefordert“. „Wieviel Vorbereitung in einer Unterrichtsstunde steckt, habe ich total unterschätzt“. „Großen Respekt habe ich davor, welchen physischen und psychischen Belastungen die Lehrerinnen und Lehrer täglich standhalten müssen“. Diese exemplarischen Rückmeldungen der Studierenden zeigen die Notwendigkeit von Praxisphasen bereits zu einem frühen Zeitpunkt innerhalb der Lehrerausbildung. „Als Ausbildungsschule sind wir uns unserer Verantwortung für den Lehrernachwuchs bewusst und werden diese Aufgabe auch in Zukunft motiviert wahrnehmen.“, so Payer.

Besonders herausgestellt und gelobt wurde von allen Praktikantinnen und Praktikanten die Offenheit und Freundlichkeit des gesamten Kollegiums der CBES. Daher organisierten die Studierenden am letzten Tag ein großes Buffet, um sich auf diese Weise beim gesamten Kollegium zu bedanken und sich persönlich zu verabschieden. „Wir haben uns rundum wohlgefühlt an der CBES.“ war das wohlwollende Fazit der neuen Lehrergeneration.

Schülerschaft der CBES demonstrieren für Klimaschutz

20190315 134549 COLLAGEAuf Initiative der „FRIDAYS-FOR-FUTURE“-Bewegung gingen am heutigen Freitag junge Menschen in über 110 Ländern auf allen Kontinenten auf die Straße und sagten: Bis hierhin und nicht weiter!
Sie folgten damit dem Vorbild der mutigen und inzwischen für den Friedensnobelpreis vorgeschlagenen Klimaaktivistin Greta Thunberg und forderten gemeinsam von den Regierungen ihrer Länder und der internationalen Staatengemeinschaft, ihre Zukunft nicht weiter kurzfristigen Interessen zu opfern.
Lange galt speziell Deutschland als Vorzeigeland in Sachen Klimaschutz und Energiewende. Inzwischen scheinen die älteren Generationen aber durch individuelle Untätigkeit und politisches Zögern die Zukunft der Nachkommen zu verspielen. Dieser Zustand ist für die Kinder und Jugendlichen untragbar!
Auf der zentralen Kundgebung in Gießen forderten die Schülerinnen und Schüler der CBES gemeinsam mit allen Gießener Stadtschulen, dass die Bundesregierung unverzüglich weitgreifende Maßnahmen unternimmt, um auch weiterhin gut auf diesem Planeten leben zu können. Ein beeindruckendes Engagement, das unmittelbar den Wertvorstellungen und Unterrichtzielen der Clemens-Brentano-Europaschule entspricht und deshalb im Vorfeld durch eine liberale Haltung des Schulleiters Unterstützung fand.
In Zeiten zunehmender Politikverdrossenheit und oft unterstelltem Desinteresse erscheint es deshalb klug, den Jugendlichen zuzuhören sowie ihre Meinungen und Belange ernst zu nehmen. Die gesamte Schulgemeinde kann auf den engagierten, friedlichen und kreativen Protest sowie auf die klare politische Botschaft unserer Schülerinnen und Schüler stolz sein. Für die Rahmenorganisation gilt hierbei der Schülervertretung der CBES-Lollar besonderer Respekt und Dank.

Matthias Payer
Leiter des Aufgabenfeldes Gesellschaftswissenschaften
Clemens-Brentano-Europaschule

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