Schulleitung UNESCO-Projektschule

UNESCO

"Da Kriege im Geist der Menschen entstehen, muss auch der Frieden im Geist der Menschen verankert werden."

Aus diesem Satz der UNESCO-Verfassung leiten UNESCO-Projektschulen ihr Engagement ab. Die Einlösung dieser Verpflichtung, Vorurteile und Feindbilder abzubauen, kann nach Überzeugung der Vereinigten Nationen vor allem dort erreicht werden, wo Unterricht und Erziehung stattfinden: in der Schule. Deshalb sind UNESCO-Projektschulen Orte, an denen junge Menschen durch das Bildungsangebot und die Atmosphäre der Toleranz darauf vorbereitet werden, dass sie in dieser Welt nicht isoliert, sondern nur als ein Teil der internationalen Gemeinschaft leben.
Weltweit arbeiten ca. 7000, in Deutschland 190 Schulen im Netzwerk der "Associated Schools for International Understanding, Co-Operation and Peace" der UNESCO. Über die Grenzen von Schulformen und Ländern hinweg beziehen die UNESCO-Projektschulen andere Schulen in ihre Arbeit ein. Sie geben gute Praxismodelle an Schulen außerhalb des Netzwerkes weiter.
Die Clemens-Brentano-Europaschule, an der Schülerinnen und Schüler aus 26 Ländern zusammen leben und arbeiten, unterhält freundschaftliche Kontakte zu zahlreichen Schulen aus aller Welt. Da sie schon seit vielen Jahren in diesem Sinne arbeitet, wurde sie 1995 fest in das Netzwerk der UNESCO-Schulen eingebunden und orientiert sich an den gemeinsamen Zielen.
Die in den Leitlinien der UNESCO-Projektschulen angesprochenen Essentials "Menschenrechts-, Toleranz- und Demokratieerziehung, Interkulturelles Lernen" werden im Unterricht den Altersstufen angemessen immer wieder bearbeitet. Darüber hinaus beteiligen wir uns an überregionalen und internationalen Vorhaben der UNESCO-Projektschulen wie "Menschenrechte", "Trinkwasser", "Integration", "Nachhaltigkeit" usw.
Die Vortragsreihe "Wege zum Anderen", in der Themen wie "Dialog mit der arabischen Welt", "Afrika, der vergessene Kontinent" oder "Integration ist keine Einbahnstraße" angeboten wurden, betont den internationalen Charakter der Schule.
Die vielfältigen Projektangebote der Schule sollen mit den Schwerpunkten der UNESCO-Projektschulen in Einklang gebracht und die Ziele im Unterricht sowie im Curriculum der Schule verankert werden. Dazu ist eine UNESCO-Arbeitsgruppe berufen. Eine feste UNESCO-Schüler-AG beschäftigt sich inhaltlich mit den UNESCO-Themen und hilft bei der praktischen Umsetzung im Schulalltag, zum Beispiel beim Bazar, bei Lesungen oder beim jährlich stattfindenden Themenforum "Wege zum Anderen".
In diesem Jahr fand ein mehrtägiges UNESCO-Projekt zum Thema „UNESCO-Welterbe" im Rahmen der 20. Europatage an unserer Schule statt, bei dem Schülerinnen und Schüler unserer Partnerschulen ihre Welterbestätten künstlerisch gestalten konnten. Zudem bekamen sie bei einer Stadtführung durch Marburg einen Einblick in die Besonderheiten der Universitätsstadt, die sich um die Aufnahme in die UNESCO-Welterbeliste bewirbt.
Eine mit ihren Chancen und Problemen zusammenwachsende, globalisierte Welt braucht weltoffene, politisch kompetente und handlungsfähige Menschen mit Gestaltungskompetenz, die bereit sind, sich für zukunftsfähige Lösungen einzusetzen. Schule kann die Welt nicht verändern, aber sie kann Erfahrungen ermöglichen und Orientierung geben. Hierzu leistet die Clemens-Brentano-Europaschule im Netzwerk der UNESCO-Projektschulen einen wichtigen Beitrag.

Präsentationen und Berichte:
Links