Die Schulentwicklung

Die Clemens-Brentano-Europaschule wurde 1968 gegründet. Die neu erbaute "Mittelpunktschule Lollar in Staufenberg" löste damit die örtlichen Volksschulen ab, die seitdem als Grundschulen fortbestehen. Die Mittelpunktschule war anfangs eine Hauptschule (ab Klasse 5) mit einem Realschulzweig. 1974 verließen die ersten Schüler mit einem Realschulabschluss die Schule. 1976 wurde der Gymnasialzweig eingerichtet. Aus der Mittelpunktschule wurde eine additive oder schulformbezogene Gesamtschule. 1979 wurde der Schule der Name des romantischen Dichters Clemens Brentano (1778 – 1842) verliehen. Ihr erster Schulleiter war Herr Gerald Lohwasser. Von 1984 bis Juli 2010 wurde die Schule von Herrn Hans Kammler geleitet. Seit August 2010 ist Frau Dr. Barbara Himmelsbach Schulleiterin.

Nach Fertigstellung der Schulmensa und der großen Küche im Schuljahr 1989/1990 wurde die Clemens-Brentano-Schule de facto zur Ganztagsschule. Der Status einer Schule mit Ganztagsangeboten wurde ihr offiziell 1992 verliehen. Im selben Jahr erhielt die Clemens-Brentano-Schule – auf Antrag des Landkreises Gießen als Schulträger – vom Hessischen Kultusministerium den Auftrag zum Aufbau der gymnasialen Oberstufe, beginnend mit der Jahrgangsstufe 11 im Schuljahr 1993/94. Seither können Schülerinnen und Schüler an der Clemens-Brentano-Schule ihr Abitur ablegen und die Allgemeine Hochschulreife erwerben.

Die Clemens-Brentano-Europaschule hat seit 1986 ein Europaschulprogramm entwickelt, das sich in sehr unterschiedlichen Bereichen des Schulalltags realisiert. Von 1991 bis 2000 war sie als assoziierte Europaschule im Programm "Europaschule" des Hessischen Kultusministeriums vertreten. Seit August 2000 führt sie ihr Europaschulprogramm eigenständig durch und dokumentiert diesen Schwerpunkt ihres Schulprofils seit den "9. Europatagen" im September 2001 in Lollar auch in ihrem Namenszusatz "Europaschule".

Bereits in den 80er Jahren wurden mit Herkunftsländern der Schüler Kontakte geknüpft. Inzwischen unterhält die Clemens-Brentano-Europaschule Partnerschaften und pflegt den Schüleraustausch mit Schulen in der Türkei, Portugal, Italien, Frankreich, Finnland, Norwegen, Lettland, Griechenland, Australien und den USA. Die Schulen haben sich im Mai 1998 während der "6. Europatage" in Finnland zu einem "Circle of International Partnerschools – CIP" zusammengeschlossen. Die jährlich stattfindenden Europatage sind eine Begegnungswoche, an der bis zu 200 Schüler aus den Partnerschulen der verschiedenen Länder teilnehmen.

Seit 1989 arbeitet die Clemens-Brentano-Europaschule im Kreis der UNESCO-Projektschulen mit. Im September 1996, anlässlich der "5. Europatage" in Lollar, erhielt sie die offizielle Anerkennung als UNESCO-Projektschule.