Unsere Schule

Die Clemens-Brentano-Europaschule in Lollar/Staufenberg ist eine kooperative (schulformbezogene) Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe.
In den Stufen 5 bis 7 bietet die Eingangsstufe mit Kursdifferenzierung in den Fächern Englisch und Mathematik eine interessante Alternative zum Gymnasialzweig. Ab der Klasse 8 führen der Haupt- und Realschulzweig zum Erwerb des mittleren Bildungsabschlusses.
Der in G 9 organisierte Gymnasialzweig zeichnet sich durch ein breites Sprachenangebot (Englisch als 1. Fremdsprache in der Stufe 5, Französisch beziehungsweise Latein oder Spanisch als 2. Fremdsprache in der Stufe 7) und vielfältige Wahlmöglichkeiten im Wahl-Pflichtunterricht ab der 9. Klasse aus. Die Kurswahl in der gymnasialen Oberstufe eröffnet ein breites Spektrum an Wahlmöglichkeiten und Fächerkombinationen.
Die CBES verfügt über ein umfangreiches, weit über eine reine Mittagsbetreuung hinausgehendes Ganztagsangebot, das neben der Möglichkeit zu einem vollwertigen Mittagessen den nachmittäglichen Regelunterricht und eine vielfältige Auswahl an Arbeitsgemeinschaften aus den Bereichen Sprachen, Kunst, Musik, Theater, Sport u.v.a. umfasst. Unsere Schule verfügt zum einen über die entsprechenden räumlichen Voraussetzungen, wie zum Beispiel Mensa, Cafeteria und Bibliothek/Mediothek, und ist zum anderen mit zusätzlichen Lehrerstellen speziell für den Ganztagsbereich ausgestattet.
Die Clemens-Brentano-Europaschule ist bereits seit 1991 Ganztagsschule und bringt von daher einen reichen Erfahrungsschatz für diese besondere Aufgabe mit.

Die Clemens-Brentano-Europaschule (CBES) stellt einen attraktiven Bildungsstandort für die Schülerinnen und Schüler aus Lollar, Staufenberg und den umliegenden Gemeinden dar. Aus der 1968 als Mittelpunktschule gegründeten Schule hat sich im Lauf der letzten Jahrzehnte eine schulformbezogene Gesamtschule entwickelt, die neben dem Gymnasialzweig und der Gymnasialen Oberstufe in der Sekundarstufe eine Eingangsstufe für die jüngeren Jahrgänge sowie einen Haupt- und Realschulzweig bietet. Somit können unsere Schülerinnen und Schüler alle Bildungsabschlüsse vom Hauptschulabschluss über den Mittleren Abschluss und den schulischen Teil der Fachhochschulreife bis hin zu der Allgemeinen Hochschulreife erwerben.

Nach Fertigstellung der Schulmensa und der großen Küche im Schuljahr 1989/1990 wurde die CBES schon sehr früh zur Ganztagsschule. Der Status einer Schule mit Ganztagsangeboten wurde ihr offiziell 1992 verliehen. Im selben Jahr erhielt die CBES - auf Antrag des Landkreises Gießen als Schulträger - vom Hessischen Kultusministerium den Auftrag zum Aufbau der Gymnasialen Oberstufe, beginnend mit der Jahrgangsstufe 11 im Schuljahr 1993/94. Seit 1996 können Schülerinnen und Schüler an der CBES ihr Abitur ablegen und die Allgemeine Hochschulreife erwerben.
Seit 1986 bietet unser vielfältiges Europaschulprogramm interessante Angebote in sehr unterschiedlichen Bereichen des Schulalltags. Während die Schule von 1991 bis 2000 als assoziierte Europaschule im Programm "Europaschule" des Hessischen Kultusministeriums vertreten war, führen wir seit August 2000 unser Europaschulprogramm eigenständig durch, was auch in dem Namenszusatz "Europaschule" dokumentiert wird. Unsere Mitarbeit im Kreis der UNESCO-Projektschulen sowie zahlreiche COMENIUS-Projekte und andere internationale Aktivitäten ergänzen und bereichern die schulische Arbeit mit thematischen Schwerpunkten wie zum Beispiel kulturell-kreative Praxis, Ökologie und Umweltbewusstsein, interkulturelle Zusammenarbeit und soziale Fragestellungen.

Die CBES hat viele internationale Schulpartnerschaften und pflegt den Schüleraustausch mit Schulen in der Australien, England, Finnland, Frankreich, Griechenland, Italien, Lettland, Polen, Spanien und den USA. Die Schulen haben sich während der "6. Europatage" 1998 in Finnland zu einem "Circle of International Partnerschools - CIP" zusammengeschlossen. Die jährlich stattfindenden Europatage sind eine Begegnungswoche, an der jeweils zahlreiche Schülergruppen aus den Partnerschulen der verschiedenen Länder teilnehmen. Im April 2013 fanden die „20. Europatage" in Lollar statt. 

Eine wichtige Konsequenz unseres Europaschulprogramms ist das große Angebot an Fremdsprachen. Als 2. Fremdsprache und im Wahlpflichtunterricht als 3. Fremdsprache werden Französisch, Spanisch und Latein angeboten. Hinzu kommt die Möglichkeit, im Verlauf der Sekundarstufe I ab Klasse 7 oder in der Gymnasialen Oberstufe europäische Sprachendiplome wie DELF oder verschiedene Cambridge-Zertifikate (PET, FCE, CAE) zu erwerben. Dieses Angebot wird von unseren Schülerinnen und Schülern mit großem Interesse wahrgenommen.

Neben vielfältigen Betreuungsangeboten wie der Hausaufgabenhilfe und den Nachmittags-AGs sowie interessanten Angeboten der Berufsvorbereitung und -orientierung bildet der sehr gut funktionierende Bereich Schulsozialarbeit einen wesentlichen Schwerpunkt unserer täglichen pädagogischen Arbeit. Das Schulsozialarbeitsteam besteht aus Lehrerinnen und Lehrern der Schule, einem hauptamtlichen Schulsozialarbeiter und einer Integrationsbeauftragten, die in Kooperation mit der Stadt Lollar an der Schule tätig ist. Dieses umfassende Beratungs- und Hilfsangebot, das im Netzwerk mit unterschiedlichen außerschulischen Partnern zusammenarbeitet, wird sowohl von Schülerinnen und Schülern als auch von Lehrerinnen und Lehrern sowie Eltern hoch geschätzt.
In Zusammenarbeit mit dem BFZ Biebertal werden Kinder aus dem Einzugsbereich der Schule (Schulverbund), die spezifische, kontinuierliche und umfassende individuelle Hilfen in der Schule benötigen, im auf Inklusion angelegten Unterricht von speziell ausgebildeten Förderlehrerinnen unterstützt.
Ein herausragender Bestandteil unseres Schulbetriebs ist die moderne Bibliothek und Mediothek, die aus dem Zusammenschluss der ehemaligen Schulbibliothek mit den Bibliotheken der Städte Lollar und Staufenberg entstanden ist. Sie ist inzwischen zu einem kulturellen Zentrum der Schule und der beiden Städte geworden, da sie eine große Bandbreite an Lern- und Arbeitsmöglichkeiten bietet. Die regelmäßig stattfindenden Workshops, Lesungen, Fortbildungsangebote und festlichen Begegnungen weisen viele unterschiedliche Themengebiete und Schwerpunkte auf und sprechen Menschen jeden Alters an.

 

Ziele der Schule:

Die Vermittlung von Bildung, das Erreichen von qualifizierten Schulabschlüssen, die Hilfe bei der Entwicklung der eigenen Persönlichkeit, die Vorbereitung auf das Leben nach der Schule - all dies sind Ziele, die sich jede Schule steckt und auf unterschiedliche Art und Weise realisiert. Auch unsere Schule stellt sich umfassend und ernsthaft diesen Anforderungen.
Im Zentrum unseres Bildungskonzeptes steht bei allem ein sehr stark auf die Kinder und Jugendlichen bezogener pädagogischer Ansatz, der sich nachdrücklich in dem im Schulprogramm verankerten Leitsatz der CBES widerspiegelt:
Wir wollen Kindern helfen, ihre eigene Identität zu finden. Wir wollen ihr Selbstwertgefühl stärken, ihnen die Gewissheit geben, wertvoll und wichtig zu sein, gebraucht und gemocht zu werden. Das Wissen über den Wert der eigenen Persönlichkeit soll sie in die Lage versetzen, die Identität anderer zu akzeptieren und zu respektieren, Fremdem mit Neugier und ohne Angst und Vorurteile zu begegnen.

Besonderheiten bei der Gestaltung der einzelnen Schulzweige:

An der CBES gibt es ab Klasse 5 zwei Bildungsgänge, den Gymnasialzweig und die sogenannte Eingangsstufe, die alle Kinder besuchen, die die Sekundarstufe I nicht im Gymnasialzweig beginnen. In den Jahrgängen 5 und 6 spielt das Fach „Lernen lernen" eine besondere Rolle, da die Erkenntnis über verschiedene Lernstrategien den Schlüssel zu einem erfolgreichen Lernen darstellt.
Die Eingangsstufe ist so organisiert, dass in den Hauptfächern in differenzierten Kursen (E- und G-Kursen) gelernt wird. Das Lernniveau in den E-Kursen ist dem Niveau der Gymnasialklassen angeglichen, sodass im Verlauf der Klassen 5 bis 7 die Möglichkeit bestehen bleibt, bei entsprechenden Leistungen in den Gymnasialzweig zu wechseln. Diese Zweigdurchlässigkeit ist uns sehr wichtig.
In den Haupt- und Realschulklassen ab Stufe 8 werden die Schülerinnen und Schüler ihren Fähigkeiten entsprechend abschlussorientiert unterrichtet. Darüber hinaus sind umfassende Konzepte entwickelt worden, die insbesondere den Einstieg in die Berufswelt im Blick haben, zum Beispiel die sogenannte Berufsorientierungsklasse. Die Hauptschulklasse 10 hat an drei Tagen Unterricht in der Schule; an zwei Tagen in der Woche absolvieren die Schülerinnen und Schüler schuljahresbegleitend ein Praktikum. (Wir empfehlen, die ausführlichen Informationen auf unserer Homepage zu lesen.)

Praktika in der Sekundarstufe I:

Im Gymnasialzweig findet in der Jahrgangsstufe 9 ein betreutes Betriebspraktikum statt. Im Realschulzweig sind zwei betreute Betriebspraktika eingeplant, und zwar in den Jahrgangsstufen 9 und 10. Im Hauptschulzweig finden die beiden Praktika in Jahrgangsstufen 8 und 9 ebenfalls mit Betreuung statt.

Berufsberatung:

Die Schülerinnen und Schüler erhalten durch die Berufsberaterin im Klassenverband und in Einzelgesprächen die Möglichkeit, sich über alle wesentlichen Bereiche der Berufsorientierung und Lehrstellensuche zu informieren.
Die Schülerinnen und Schüler lernen, wo und wie sie sich über die Themen Ausbildung und Beruf informieren können und welche Informationsmedien die Agentur für Arbeit hierfür zur Verfügung stellt.
Die Berufsberaterin bietet zweimal pro Monat Sprechstunden in der Schule an.
Ferner gibt es gezielte Bewerbungstrainings für Schüler der Sekundarstufe I und der Sekundarstufe II in Zusammenarbeit mit den Wirtschaftsjunioren und Mitarbeitern des BIZ und den Abiturientenberatern der Agentur für Arbeit.

Gymnasiale Oberstufe:

Unsere Gymnasiale Oberstufe bietet ein umfassendes Grund- und Leistungskursangebot in den drei Aufgabenfeldern.
Zum sprachlich-literarisch-künstlerischen Aufgabenfeld gehören Deutsch, die Fremdsprachen (Französisch, Latein, Spanisch, Englisch, diverse europäische Sprachendiplome), Kunst, Musik und Darstellendes Spiel.
Das gesellschaftswissenschaftliche Aufgabenfeld umfasst die Fächer Politik und Wirtschaft, Geschichte, Erdkunde, Religion/Ethik, Philosophie und Rechtskunde.
Die zum mathematisch-naturwissenschaftliche Aufgabenfeld gehörigen Fächer sind Mathematik, Biologie, Chemie, Physik und Informatik.
Dazu kommt das Fach Sport in Theorie und Praxis.
Grundsätzlich stehen nahezu alle Fächer als Leistungsfächer zur Wahl. Kunst und Sport sind seit vielen Jahren als Leistungskurse sehr beliebt.
Das Angebot der Leistungskurse richtet sich jährlich nach dem Wahlverhalten der Schülerinnen und Schüler. In Kursen der verschiedenen Aufgabenfelder und unterschiedlichen Anspruchsniveaus steht neben der Vermittlung abiturrelevanter Inhalte insbesondere das Erlernen allgemein relevanter Kompetenzen im Mittelpunkt.
Eine Besonderheit unserer Gymnasialen Oberstufe ist das verbindliche zweiwöchige Berufspraktikum im Jahrgang 11. Im Kontext dieses Praktikums findet eine Vielzahl berufsorientierender Veranstaltungen im Rahmen des Unterrichts in Politik und Wirtschaft statt.