Realschulzweig

Der Realschulzweig umfasst die Jahrgangsstufen 8 bis 10. Aus der früheren "Mittelschule" hervorgegangen, nimmt er zwischen dem Hauptschulzweig und dem Gymnasialzweig eine Mittelstellung ein. Ziel ist der Erwerb eines mittleren Bildungsabschlusses ("Mittlere Reife"), der im Prinzip alle Möglichkeiten offen hält, sowohl im Hinblick auf die Lehre in einem Ausbildungsberuf (siehe vorhergehenden Abschnitt) als auch auf weiterführende Bildungswege bis hin zum Besuch der gymnasialen Oberstufe.

Die kontinuierliche Teilnahme an der zweiten Fremdsprache Französisch (beginnend in der Eingangsstufe ab Jahrgangsstufe 7) hat für Schüler des Realschulzweiges nicht nur ein besonderes Gewicht im Hinblick auf einen möglichen Wechsel in den Gymnasialzweig im Verlauf der Mittelstufe, sondern sie wird u. U. auch für die vorgeschriebene Belegung von Fremdsprachen in der gymnasialen Oberstufe Erleichterungen mit sich bringen. Schüler, die im Realschulzweig und sind keine zweite Fremdsprache gewählt haben, werden im Wahlpflichtfach "Informatik" unterrichtet.

Schüler des Realschulzweiges können bei entsprechender Eignung eine Fachoberschule besuchen, die nach zweijährigem Besuch zum Fachabitur führt und zum Studium an einer Fachhochschule berechtigt. Schülerinnen und Schüler, die von der Realschule kommend in die gymnasiale Oberstufe überwechseln wollen, steht ein dreijähriger Besuch dieser Schulform ebenso offen. Über die Eignung entscheiden Fach- und Klassenlehrer in einer gesonderten Konferenz unter Leitung des Schulleiters bzw. des Realschulzweigleiters zu Beginn des zweiten Halbjahres des 10. Schuljahres.

Seit dem Schuljahr 2004/05 müssen alle Schüler zum Erwerb des Realschulabschlusses eine schriftliche Prüfung in den Hauptfächern Deutsch, Englisch und Mathematik ablegen.

Außerdem ist die Präsentation einer Hausarbeit in einem Nebenfach verpflichtend.

 

Wichtige Bausteine des Konzeptes des Realschulzweiges

 

Der Übergang von der Eingangsstufe in die neu gebildeten Realschulklassen der Jahrgangsstufe 8 wird durch pädagogische Angebote zur Klassenfindung in Zusammenarbeit mit der Schulsozialarbeit unterstützt.
Neben der fachlichen Qualifikation und der Vorbereitung auf die zentrale Abschlussprüfung mit speziellen Projekttagen zur Präsentationsprüfung gibt es verschiedene Bausteine zur Berufsorientierung, die auf eine Ausbildung im dualen System oder den Besuch eines weiterführenden Bildungsganges vorbereiten.
Durch die enge Zusammenarbeit mit der Berufsberaterin Frau Röske von der Agentur für Arbeit ist eine individuelle, kompetente und kontinuierliche Beratung sichergestellt, die in den Schulalltag integriert wird. Frau Röske betreut die Klassen weiterhin im Klassenverband, sowohl in der Schule wie auch im Berufsinformationszentrum (BIZ) der Agentur für Arbeit. In einem Berufsparcours bekommen die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, sich innerhalb von zwei Tagen in Partnerarbeit mit neuen verschiedenen Arbeitsfeldern praktisch auseinanderzusetzen, um so eigene Stärken und Interessen unmittelbar zu erfahren.
Weitere individuelle Hilfestellung zum Beispiel bei der Praktikumssuche, Lehrstellensuche oder beim Schreiben von Bewerbungen erhalten die Schülerinnen und Schüler im Rahmen des Projektes der vertiefenden Berufsorientierung.
Die zwei Berufspraktika in der Jahrgangsstufe 8 und 9 werden im Fach Arbeitslehre vor- und nachbereitet. Zusätzlich zum Fach Arbeitslehre erhalten die Schülerinnen und Schüler des Realschulzweiges einen dreistündigen Fachpraxisunterricht, der zweigübergreifend mit dem Hauptschulzweig organisiert ist. Neben Angeboten innerhalb der Schule wie Praxisteam Mensa, Holz- und Metallwerkstatt, Kunst, Textiles Gestalten, Digitale Fotografie und dem Betreiben einer Schülerfirma im Bereich Schreibwaren werden auch außerschulische Angebote wie ein soziales Projekt in Kooperation mit der WeLo und Praxis Berufsorientierung in Kooperation mit zahlreichen Institutionen und Betrieben wie Kindergarten, Altenpflegeheim, Apotheke, Kfz-Werkstatt, Rechtsanwalt usw. Angeboten.