70 Kubikmeter Holz vor die Verwaltung

BauAnzeiger

(Gießener Anzeiger, 02. August 2016)

Eine Hülle für Haus A

Energetische Sanierung an der Clemens-Brentano-Europaschule hat begonnen

BaubeginnALollar/Staufenberg (khn). Das Haus A an der Clemens-Brentano-Europaschule an der Stadtgrenze von Lollar und Staufenberg ist neben der Stadt- und Schulmediothek das repräsentative Gebäude der Einrichtung. Hier findet sich die Schulleitung, das Lehrerzimmer und die Aula. Gebaut in den 60er Jahren, sieht man den Zahn der Zeit an dem Gebäude derart nagen, dass eine Sanierung schon seit etlichen Jahren auf der Wunschliste der kooperativen Gesamtschule steht. Dieser Punkt kann nun abgehakt werden: Gestern haben die Arbeiten für den energetischen Umbau des Hauses begonnen. Beim offiziellen Spatenstich vor der Einrichtung informierten die Beteiligten gestern über den Ablauf des Bauprojektes.

Ungewöhnlich wird sich die Sanierung von Haus A gestalten. Denn das bestehende Gebäude wird »umhüllt«, erklärte der Bauingenieur Stefan Rover vom Architekturbüro »Integrale Planung«, das der Landkreis bereits 2013 mit den Planungen beauftragt hatte. Es handelt sich bei der Hülle um einen Holzbau. 70 Kubikmeter Holz werden dabei verbaut. Gedämmt wird das Gebäude mit Zellulose, das Dach besteht aus Blech. »Das hält dann die nächsten 80 Jahre«, sagte Rover. So werde Passivhausstandard erreicht, sagte die Schuldezementin des Landkreises, Dr. Christiane Schmahl. Für den stellvertretenden Schulleiter, Norbert Panz, haben die Arbeiten durchaus Vorbildcharakter. Gerade in öffentlichen Gebäuden müsse auf Energieeffizienz als Teil der Energiewende viel Wert gelegt werden.

Zusätzlich zur Fassade wird außerdem der bisher offene, 147 Quadratmeter große Innenhof überdacht werden. Die dadurch gewonnene Fläche soll an die vorhandene Theaterwerkstatt angeschlossen werden, sodass ein insgesamt 285 Quadratmeter großer Bereich entsteht. Hier könnten dann schulinteme Versammlungen und Theateraufführungen stattfinden. Da die neue Fassade in Fertigbauweise erfolgt, sollen die Arbeiten schnell beendet sein: Ende des Jahres - wenn alles gut geht. Insgesamt belaufen sich die Kosten auf zwei Millionen Euro. 600000 Euro trägt das Land Hessen.

Ein Punkt auf der Wunschliste der CBES wird wohl auf längere Sicht offen bleiben: Haus D. Wie Schmahl auf Nachfrage der Gießener Allgemeinen Zeitung sagte, stehe der Abriss und Neubau zwar im Investitionsplan. Doch darauf stünden zahlreiche weitere Bauprojekte im Landkreis. »Wann das Geld zu Verfügung steht, kann ich nicht sagen.« Dass alle Beteiligten mit der aktuellen Situation nicht glücklich sind, ist klar. Die Räume gehörten zu einer ehemaligen Förderschule, sind klein, verwinkelt und für den heutigen Schulbetrieb nur eingeschränkt brauchbar. Außerdem, betont Schmahl, sei das Gebäude »energetisch eine Schande«. Auch deshalb hofft die Schuldezementin, dass die Arbeiten an Haus D in den kommenden fünf Jahren in Angriff genommen werden könnten. Es wäre das vorerst letzte große Bauprojekt an der CBES.

Das Haus A an der Clemens-Brentano-Europaschule beherbergt auf 1350 Quadratmetern Nutzfläche vor allem die Verwaltung. Neben der Schulleitung findet sich hier auch das Lehrerzimmer. In dem eingeschossigen Gebäude sind außerdem eine Aula mit einem Innenhof sowie Fachräume für Kunst- und Werkunterricht untergebracht. In der Aula finden regelmäßig Theateraufführungen oder Veranstaltungen statt, da dieser große Raum über eine kleine Bühne verfügt. 

(Gießener Allgemeine, 02. August 2016)

Griechisches auch in der eigenen Sprache entdeckt

Für Gymnasium in Kalyvia (Thorikou) waren Gäste aus Lollar der erste Austausch überhaupt / Gegenbesuch wird schon im Mai erwartet

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Vom 14. bis 21. April besuchte eine Gruppe Schüler der CBES mit ihren Lehrern die griechische Partnerschule in der Nähe von Athen. Mit großer Neugier wurden sie von ihren Gastgebern erwartet. Für das Gymnasium in Kalyvia war es nämlich der erste Austausch überhaupt mit einer anderen Schule.

Die Schüler aus Lollar erwartete eine umwerfende Gastfreundschaft. Eltern und Lehrer aus Kalyvia hatten sich Einiges überlegt, um ihren Gästen einen Eindruck von ihrem wunderschönen Land zu geben. Auf dem Programm stand ein Ausflug nach Nafplion, der früheren Hauptstadt Griechenlands, ein Besuch von Athen mit Akropolis, Monastiraki und Anafiotika, eine Fahrt zum berühmten Poseidon-Tempel am Kap Sounion und der Silberminen der Athener bei Lavrio.

Dazu sagte Amelie: „Griechenland ist ein wunderschönes Land mit tollen Sehenswürdigkeiten! Neue Sitten und Kulturen kennenzulernen, ist eine echt coole Erfahrung!“

Auch wenn alle griechischen Austauschschüler die deutsche Sprache lernen, fand die Kommunikation doch meist in Englisch statt. Die Lollarer stellten dabei fest, dass sehr viele Wörter im Alltag aus dem Griechischen stammen, zum Beispiel Demokratie, Harmonie, Musik, Technik, Mathematik, Gastronomie, Architektur. Den Austausch beurteilte zum Beispiel Sofie so: „Er war echt schön. Die Leute waren sehr freundlich. Ich würde jederzeit wieder hinfahren!“

Und Daniela: „Es war eine richtig schöne Zeit. Ich würde immer wieder zu diesen Freunden nach Griechenland fahren!“ Der Gegenbesuch der griechischen Schüler wird schon bald, nämlich im Mai, stattfinden.

Mit Spannung und Sehnsucht erwartet man die Gäste und plant schon viele Unternehmungen, um unsere Region zu präsentieren.

(Gießener Anzeiger, 28. April 2016)

Lehrstunde für CBES-Schüler auf der Akropolis

Lollar/Staufenberg (pm). »Die Griechen sind ja genauso wie wir!« In dieser zusammenfassenden Feststellung gipfelte kürzlich der jüngste Schüleraustausch der Clemens-Brentano-Europaschule (CBES) Lollar mit der Partnerschule in Kalyvia Thorikou. Insgesamt sieben Tage besuchte eine Gruppe von CBES-Schülern die griechische Bildungseinrichtung in der Nähe von Athen.

1017847 1 articlegross ik Griechen 260416Mit großer Neugier wurden die Reisenden von ihren Gastgebern erwartet. Für das Gymnasium in Kalyvia war es nämlich der erste Austausch überhaupt mit einer anderen Schule. Die Schüler aus Lollar erwartete eine umwerfende Gastfreundschaft. Eltern und Lehrer aus Kalyvia hatten sich einiges überlegt, um ihren deutschen Gästen einen Eindruck von ihrem wunderschönen Land zu geben. Auf dem Programm standen gemeinsame Ausflüge nach Nafplion, der früheren Hauptstadt Griechenlands, ein Besuch von Athen mit Akropolis, Monastiraki und Anafiotika, eine Fahrt zum berühmten Poseidon-Tempel am Kap Sounion und auch der Silberminen der Athener bei Lavrio.

Dazu ein O-Ton von Schülerin Amelie: »Griechenland ist ein wunderschönes Land mit tollen Sehenswürdigkeiten. Neue Sitten und Kulturen kennenzulernen ist eine echt coole Erfahrung!«

Auch wenn alle griechischen Austauschschüler die deutsche Sprache lernen, fand die Kommunikation doch meist in Englisch statt. Die Lollarer Schüler stellten dabei fest, dass sehr viele Wörter, die hierzulande im Alltag benutzt werden, aus dem Griechischen stammen – Beispiele: Demokratie, Harmonie, Musik, Technik, Mathematik, Gastronomie und Architektur.

Gegenbesuch schon im Mai

Den Auslandsaufenthalt beurteilt Schülerin Sofie so: »Der Austausch war echt schön. Die Leute waren sehr freundlich. Ich würde jederzeit wieder hinfahren.« Und Daniela ergänzt: »Es war eine richtig schöne Zeit mit allen, und wir hätten gerne länger Zeit dort verbracht. Ich würde immer wieder zu diesen Freunden nach Griechenland fahren!«

Der Gegenbesuch der griechischen Schüler wird schon bald stattfinden. Mit Spannung und Sehnsucht erwartet man die Freunde aus Hellas für Mitte Mai. Es werden bereits viele Unternehmungen geplant, um den Griechen Mittelhessen zu präsentieren.

(Gießener Allgemeine, 27. April 2016)

Mensa mit neuem Antlitz

Landkreis Gießen investiert als Schulträger rund 160000 Euro an der CBES

allgemeine mensaLollar/Staufenberg (khn). Eine Suppe als Vorspeise und hübsch anzusehenden Häppchen gab es zur Einweihung der umgebauten Mensa an der Clemens-Brentano-Europaschule (CBES) am Donnerstagvormittag. Die Einrichtung in Lollar/Staufenberg ist in die Jahre gekommen, weswegen der Landkreis rund 160000 Euro in die Modernisierung gesteckt hat. »Es gibt einen steigenden Bedarf an Nachmittagsbetreuung«, sagte Kreis-Schuldezementin Dr. Christiane Schmahl. »In diesem Zusammenhang ist eine Mensa ein wichtiger Baustein.« Das Geld sei deshalb gut angelegt.

Seit 1992 gibt es an der CBES ein Ganztagsangebot, sagte der stellvertretende Schulleiter Norbert Panz. Die Mensa wurde bereits 1987 eingeweiht. »Seitdem ist sie ein wichtiges Element unserer Einrichtung«, sagte er. Ohne Mittagessen keine Angebote am Nachmittag, lautet die einfache Rechnung. Die Mensa wird angenommen und ist als Treffpunkt beliebt - trotz der Konkurrenz durch den von einem Pächter betriebenen Kiosk direkt nebenan. Panz sprach davon, dass die Mensa täglich zu etwa 90 Prozent ausgelastet sei. Dann werden hier 100 Essen ausgegeben - Tendenz steigend.

Die Besonderheit: Es handelt sich nicht um eine reine Versorgungs-, sondern um eine Lehrküche der Schule. Hier wird das Essen vom Team rund um Elzbieta Siemon werktags selbst zubereitet. Bezogen werden die hauptsächlich genutzten Bio-Produkte von heimischen Betrieben.

»Es hat sich einfach gelohnt, nach so vielen Jahres des Betriebes die Mensa zu sanieren«, sagte Schmahl. Es standen Arbeiten an der Elektroinstallation an. Außerdem gab es einen frischen Anstrich. Fliesen und Bodenbeläge wurden erneuert und Akustikdecken eingebaut. Fast komplett ausgetauscht wurde die Einrichtung: Es gibt nun neue Stühle, Tische und Servierwagen sowie eine Ausgabetheke und Küchengeräte.

Die neue Einrichtung der Mensa war mit 100000 Euro der größte Posten; die Bauarbeiten veranschlagten zusätzlich 50 000 Euro. Da diese Räumlichkeiten an der CBES zusätzlich für Abendveranstaltungen und Versammlungen genutzt werden, soll in den Osterferien außerdem eine Beschallungsanlage eingebaut werden. Kostenpunkt: 8000 Euro.

Schmahl kündigte an, dass dies nicht die letzten Umbauarbeiten an der Schule gewesen seien. Für die energetische Sanierung von Haus A seien bereits Fördermittel gesichert, Pläne lägen ebenfalls vor. Unter Applaus der anwesenden Schüler, Lehrkräfte und Eltembeiratsvertreter sagte Schmahl: »Danach unterhalten wir uns über Haus D« - das ebenfalls sanierungsbedürftig ist.

 

Das Büfett ist eröffnet: Bei der Einweihung der umgebauten Mensa bietet das Küchenteam Häppchen an. Ansonsten gehen hier Gerichte über die Theke. (Foto: khn)

(Gießener Allgemeine, 26. Februar 2016)