Cambridge-Zertifikate

Nach harter Schülerarbeit Ausgabe in Lollar

LOLLAR (red). Ein hartes Stück Arbeit lag hinter den Schülern der jetzigen Jahrgangsstufen 11 und 12, denen Aufgabenfeldleiterin Marie-Luise Schirra die begehrten Cambridge-Zertifikate überreichen konnte. Neben den bereits seit Jahren für die Stufe 11 etablierten FCE-Kursen hatten auch Schülerinnen der Stufen 9 und 10 wieder die Möglichkeit erhalten, sich im Rahmen des Wahlpflichtunterrichts auf eine der anspruchsvollen Sprachprüfungen vorzubereiten.

Mit viel Herzklopfen hatten die Teilnehmer im vergangenen Juni schließlich ihre mündlichen und schriftlichen Prüfungen zur Erlangung des First Cambridge Certificate of English (FCE) und den Preliminary English Test (PET) abgelegt. Natürlich war die Begeisterung groß, als endlich feststand, dass alle Prüflinge ihr Zertifikat erhalten würden, zwei von ihnen sogar mit dem Prädikat „Kompetenzstufe CI“.

Zusammen mit ihrem Kursleiter Philipp Schifferli freuen sich die Schüler darüber, dass es ihnen mit Motivation und Durchhaltevermögen gelungen ist, ihre Englischkenntnisse zu intensivieren und noch größere Sicherheit und Souveränität im schriftlichen und mündlichen Umgang mit der englischen Sprache zu erlangen. Dies wird für sie auf ihrem weiteren schulischen und beruflichen Lebensweg zweifellos von Vorteil sein, zumal die Cambridge Certificates weltweit von Hochschulen und Wirtschaftsuntemehmen anerkannt werden.

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Stolze Zertifikatsbesitzer (von links): Gabriel Almeida da Silva, Demetra Coiocariu Nergiz Elen, Susanne Hahn, Selina Hildebrand, Lasse Kühnei, Mario Mecka Tobias Müller, Janma Natscher, Alexander Neeb, Meret Richtberg, Tim Schneider und Anna Viscovic

Foto: red

(Gießener Anzeiger, 04. Dezember 2015)

Übung in Lollar war bis zuletzt streng geheim

Feuerwehrleute waren an der Clemens-Brentano-Europa-Schule im Einsatz

übungcbesFWLOLLAR (sl). Ein Großaufgebot von 43 Feuerwehrleuten der Schutzbereiche Lollar Süd und Nord, sieben Fahrzeuge und ein Einsatzwagen der Bereitschaftspolizei Lich sowie die Feuerwehr Heuchelheim mit ihrer großen Drehleiter, das war das Szenario einer Feuerwehrübung an der Clemens.-Brentano-Europa-Schule (CBES) in Lollar, bei der eine Verpuffung im Keller mit Verletzten angenommen worden war. Die Organisation erfolgte federführend durch den Fachbereich Ausbildung der Feuerwehr Lollar, mit Unterstützung durch den Leiter der Feuerwehr und Stadtbrandinspektor Marco Kirchner.

Da den Einsatzkräften bekannt war, dass an diesem Abend eine Alarmübung stattfinden würde, erfolgte die erste Alarmierung und das Ausrücken in die Feldgemarkung rund um Lollar. Um zu gewährleisten, dass die Übung von den Teilnehmern auch als möglichst realistisch wahrgenommen wird, sollte die ganze Planung vertraulich behandelt werden. Bis zuletzt mussten die Einsatzkräfte in der Feldgemarkung deshalb davon ausgehen, dass der zweite Alarm ein Realeinsatz war.

Die Alarmierung zur CBES erfolgte mit dem Stichwort „Rauchentwicklung im Keller, vermutlich Einbrecher im Gebäude, Verletzte“. Als ein Rauchmelder und die Einbruchmeldeanlage an der CBES angeschlagen hatten, meldete der Hausmeister einen Notruf bei der Feuerwehr. Beim Eintreffen der Einsatzabteilung wurden sie von ihm bereits erwartet. Kurz nach der Feuerwehr traf dann auch die Polizei ein und überwältigte eine Person, die sich als Einbrecher zu erkennen gab, und erklärte, dass es beim Versuch, Feuer im Keller zu machen, eine Verpuffung gegeben habe. Einer seiner Komplizen befinde sich bewusstlos mit einer schweren Verletzung noch im Keller, zwei weitere Komplizen hätten sich im Gebäude versteckt.

Inzwischen wurde der Rauch aus den Kellerräumen immer dichter, so dass die Einsatzkräfte nur mit schwerem Atemschutz die Gefahrenstelle betreten konnten. „Wir halten die Übung von Szenarien der täglichen Gefahrenabwehr unter realitätsnahen Bedingungen für essentiell wichtig und möchten diesem Gedanken durch unsere Übung Rechnung tragen“, erklärte Marco Kirchner.

Inzwischen waren mehrere Trupps dabei, sich um die Sicherstellung der Wasserversorgung zu kümmern und die Brandbekämpfung sowie die Menschenrettung unter Beachtung des Eigenschutzes durchzuführen. Besonders die Menschenrettung unter Nullsicht stellte die Einsatzkräfte vor erhebliche Anforderungen. Dabei erwies sich die Nutzung von Feuerwehrplänen, wie sie für jedes öffentliche Gebäude bestehen, als unverzichtbar. Nachdem die Verletzten geborgen waren und der Brandherd gelöscht war, musste mit der „Belüftung“ des verrauchten Einsatzabschnittes begonnen werden.

Bei der Übung leistete auch die große Drehleiter, mit der die Feuerwehr Heuchelheim gekommen war, gute Dienste. Wichtig für Lollar war außerdem, dass der Grundschutz für die Buderusstadt während der Übung durch die Feuerwehr Staufenberg sichergestellt wurde. Nach Abschluss der Übung sagte Kirchner: „Das Kernziel der Übung ist Zusammenarbeit verschiedener Organisationen bei Einsätzen der täglichen Gefahrenabwehr“ - und das habe gut funktioniert.

(Gießener Anzeiger, 28. Juli 2015)

Abschied vom Direktor

abschiedGSL GimbelAllendorf/Lumda (pad). Ein sinnbildlich gutes Zeugnis erhielt am Freitag Klaus-Dieter Gimbel in der Gesamtschule Lumdatal (GSL) von Kollegen, Eltembeirat und dem Personal ausgestellt. Nach acht Jahren verlässt der Schuldirektor die Lehreinrichtung, die nach dem Sommer im Verbund mit der Clemens-Brentano-Europaschule Lollar auf geht.

Bürgermeisterin Annette Bergen-Krause dankte ihm für seine Arbeit. Gerade in den letzten Jahren, als nicht klar war, »ob wir die Schule halten können«, habe er sich für die GSL eingesetzt. Sie überreichte ihm einen Krug Bärtzeschnaps mit dem Versprechen, dass dieser ihm im Rathaus immer wieder aufgefüllt werde. Fördervereins-Vorsitzender Harald Mattern lobte, dass man immer einen gemeinsamen Lösungsweg gefunden habe. Auch Eltemvorsitzender Stefan Ranft dankte Gimbel.

Dieser zeigte sich bei seinem Abschied sichtlich gerührt. Er dankte den Kollegen und insbesondere seinen beiden Sekretärinnen für die vertrauensvolle Zusammenarbeit. Besonders die harmonischen Gesamtkonferenzen würden ihm in Erinnerung bleiben, sagte er. Gimbel wechselt an die Gesamtschule Gleiberger Land.

(Gießener Allgemeine, 25. Juli 2015)

Auch deutsches Heimatlied aus Russland zurückgebracht

musikabend2015TRIALOG-WETTBEWERB Interkulturelles Begegnungskonzert mit vielfältigen Beiträgen an Clemens-Brentano-Europa-Schule / Gefördert von Herbert-Quandt-Stiftung

LOLLAR (sl). Als Fortsetzung des „Trialogs der Kulturen“ war das „Trialogische Musikfestival“, ein Begegnungskonzert der Kulturen an der Clemens-Brentano-Europaschule (CBES) gedacht. „Mit Musik kann man nicht nur Menschen, sondern alle Kulturen zusammenführen“, erklärte Hartmut Reyl, der die Moderation übernommen hatte, bei der Begrüßung der Zuhörer, die trotz brütender Hitze in die Aula der Schule gekommen waren. Er nannte es einen „besonderen Tag, dass wir uns heute hier zusammenfinden, denn es sind viele verschiedene Sprachen, die wir hören werden“.

Zuerst konnte er die jungen Leute des multikulturellen Zupforchesters (MuKuZupf) auf die Bühne bitten. Dies ist ein gemeinsames Projekt der Musikschule Busecker Tal und der Grundschule Lollar. Die Kinder unter Leitung von Andreas Jourdan spielten Instrumente aus ihrer Heimat. Da war eine Bassgitarre zu hören, mehrere Gitarren stimmten ein, und auch die Baglama beteiligte sich an dem Vortrag. Der deutsch-russische Singkreis „Silberklang“, der unter Leitung von Irene Richter steht, brachte Lieder in russischer, kasachischer und deutscher Sprache. „Wir kommen alle aus der ehemaligen Sowjetunion“ erfuhren die Anwesenden von Tamara Schulz, und auch, dass sich die Gruppe vor zehn Jahren zusammengefunden hatte, um zu singen. Das erste war ein Liebeslied, das in kasachischer Sprache vorgetragen wurde. Dann folgte ein russisches Volkslied. „Das folgende Lied haben unsere Vorfahren mit nach Russland genommen, wir bringen es wieder zurück „ sagte sie, als der Chor „Heimat wie bist du so schön“ anstimmte. Irene Richter und Michael Neckaev gefielen darauf im Duett. Als Abschluss durfte natürlich „Kalinka“ nicht fehlen, wobei die Zuhörer begeistert mitgingen. „Jazz and friends“ brachten darauf Klezmer, „Bei mir bist du scheen“ und Jazz aus den sechziger Jahren, bei dem Reyl am Harmonium, Alexander Hock am Schlagzeug und Rolf Steubing am Kontrabass zu gefallen wussten. Der Gospelchor der CBES unter Helmut Dietrich beteiligte sich. Kurdischer Ethnopop mit Nasir Elen war ebenso zu hören wie die Streicher AG, die von Katrin Burian geleitet wird. Cello und Geige vereinten sich musikalisch mit der Orchester AG, der Alexander Hock vorsteht. Dann wurde es wieder temperamentvoll, als sich die CBES-Bigband und die Orchester-AG die Bühne eroberten. „Fluch der Karibik“ und weitere Musik aus Film und Fernsehen begeisterte die Zuhörer. Und mit Beifall wurde auch die Kulturgruppe „Die Welt“ der Arbeiterwohlfahrt-Jugendhilfe Gießen, eine Trommelgruppe der Flüchtlingshilfe unter Leitung von Näder Madjidian empfangen. Sie spielten dann abschließend noch zusammen mit dem Gospelchor der CBES-Big-band und viele sangen begeistert mit „It's a long way“. Abschließend dankte Reyl der Trialog-Projektgruppe um Michael Kühn, die die Idee zu diesem Musikfestival hatte, aber auch der Quandt Stiftung für ihre Förderung.

(Gießener Anzeiger, 24. Juli 2015)

Rabenauer und Treiser willkommen

Allendorf/Lumda (pad). Leidenschaftlich haben die Allendorfer um den Erhalt ihre Gesamtschule gekämpft. Und zumindest bleibt Allendorf Schulstandort, wenn auch ab 1. August ein anderer Name an der Fassade hängen wird: Clemens-Brentano-Europaschule. Kurz bevor Schulleiter Klaus-Dieter Gimbel die Schule verlässt, legte er den Stadtverordneten noch einmal die Zahlen zur Entwicklung vor.

In der kommenden fünften Jahrgangsstufe haben sich 55 Schüler angemeldet. Man konnte sechs neue Schüler aus der Rabenau gewinnen - vielleicht eine kleine Trendwende. Denn nachdem Allendorf G8 eingeführt hatte, waren viele Schüler der Rabenau nach Grünberg an die integrierte Gesamtschule gegangen, wo es nur G9 gab. Dieser Trend hielt auch nach der Rückkehr zu G9 an der Gesamtschule Lumdatal an, da oft bereits Freunde und Geschwister den Unterricht in der Gallusstadt besuchten.

Die Schüler aus Treis habe man sich bisher fast hälftig mit der CBES in Lollar geteilt, sagte Gimbel weiter. Da es nun keine Konkurrenzsituation gebe, könne sich dies vielleicht auf die Schülerzahlen in Allendorf positiv auswirken. Bisher könne man jedoch auch mit den kleinen Klassengrößen von meist 18 Schülern punkten, da Lehrer in kleinen Gruppen besser auf die Bedürfnisse der Schüler eingehen könnten.

Hinzu kommt, dass man ein breiteres und erweitertes Unterrichtsangebot nun in Allendorf habe. In der Verbundschule könne man auf 150 Lehrer zurückgreifen. Fächer wie Holzarbeiten, Hauswirtschaft und Ernährungslehre sind wieder auf den Stundenplan. Allendorfer Schüler können zudem am Donnerstag am Nachmittagsangebot in Lollar teilnehmen, nur der Bustransfer müsse noch organisiert werden.

Auch der Frankreichaustausch bleibt weiterhin erhalten. Dabei engagiert sich eine Lollarer Lehrerin, die auch in Allendorf unterrichten wird. Und nicht zuletzt: »Wir sind nun eine Schule mit Oberstufe.« Es werden in Allendorf alle Haupt-, Real- und gymnasialen Schulgänge angeboten.

Auch wenn es in Zukunft nur eine Schulleitung geben wird, soll es aber in Allendorf weiterhin möglich sein, etwa Zeugnisse beglaubigen zu lassen. Nach seinem Bericht dankten die Stadtverordneten Gimbel für seine Arbeit. Am Freitag wird er offiziell als Schulleiter verabschiedet.

 (Gießener Allgemeine, 23. Juli 2015)