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Normal ist es…

20200122 145057nach dem Abitur studieren zu gehen oder eine Ausbildung zu beginnen. Doch dazu ist es für jeden wichtig zu wissen, ob man für den gewünschten beruflichen Weg auch gewappnet ist. Aus diesem Grund startete an der Clemens-Brentano-Europaschule die diesjährige Berufs- und Studienorientierungswoche traditionell mit einem umfangreichen Kompetenzfeststellungsverfahren, dem GEVA-Test, welcher Aufschluss darüber geben soll, ob man die notwendigen schulischen Voraussetzungen mit den persönlichen Neigungen und Präferenzen unter einem Hut bringen kann.
Am zweiten Tag drehte sich alles um „alternative Wege nach dem Abitur“, wenn ein Weg eben nicht wie geplant oder erhofft verläuft. Hierzu konnten mit der Agentur für Arbeit, Volunta sowie dem Institut für Talententwicklung gleich mehrere Organisationen eingeworben werden, die den 105 Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 11 unterschiedliche Möglichkeiten aufzeigten, denn oft schwirren Ideen in den Köpfen der Heranwachsenden herum, die sicherlich förderlich sein mögen, aber allzu häufig scheitert beispielsweise die Umsetzung eines Auslandsaufenthaltes an den Organisationskenntnissen und manchmal auch einfach nur an der Bequemlichkeit.
Dabei sind die Gründe für diese „alternativen Wege nach dem Abitur“ in den meisten Fällen gar nicht selbst verschuldet, denn der häufigste Anlass sind Wartesemester oder Überbrückungszeiten zwecks auseinanderliegendem Ausbildungsbeginn. Daher erscheint es sinnvoll, die Zeit nicht nur für sich persönlich gewinnbringend zu planen, sondern der Gesellschaft ebenso einen Dienst zu leisten. Aus diesem und noch vielen anderen persönlichen Gründen sollte ein strukturierter Übergang in das Berufsleben auch bei „Zeitlücken“ kein Problem sein.
Auf dem Programm standen das klassische Freiwillige Soziale Jahr (FSJ), das Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ), ein Auslandsaufenthalt oder ein Duales Studium als Handlungsalternativen. Das CBES-Team, bestehend aus dem BO-Koordinator Herrn Mehmet Krasnici sowie dem Leiter des Aufgabenfeldes der Gesellschaftswissenschaften Herrn Matthias Payer, hatte sich dazu gleich mehrere erfahrene Partner ins Haus geholt, um den Schülerinnen und Schülern den Übergang zu vereinfachen. Den Beginn machte Frau Petra Michels, die den Anwesenden die Ausbildungsmesse Vocatium präsentierte. Schwerpunkt hierbei war die professionelle Präsentation und Gliederung der im Mai stattfindenden Messe, bei der zahlreiche Unternehmen und Universitäten ihre Ausbildungsberufe und Studiengänge vorstellen und anbieten.
Im Anschluss standen das FSJ, FÖJ und Auslandspraktikum auf dem Plan, welche vom Team um Frau Frauke Lehmann von Volunta Wiesbaden dem interessierten Publikum vorgestellt wurden. Neben zahllosen Einsatzmöglichkeiten allein in Hessen erfolgte zunächst eine Strukturierung der Bereiche, um sodann die häufig problematisierte Frage der Finanzierung sowie Krankenversicherung zu klären. Besonders im Fokus stand auch der Auslandsaufenthalt, der das Soziale mit der Fremdsprachenfestigung kombiniert und auch hier unzählige Einsatzmöglichkeiten praktisch auf dem gesamten Globus ermöglicht.

 

 

20200122 121441Den Abschluss machte sodann das Team um Frau Sandra Gerlach-Schulz von der Bundesagentur für Arbeit Gießen, die den Schülerinnen und Schülern die Vorzüge des Dualen Studiums näherbrachte. Diese Form der Ausbildung kombiniert Studium und Ausbildung in einem, löst somit das Finanzierungsproblem und wird von vielen
Unternehmen immer häufiger angeboten. Der dritte Tag bot für die Schülerinnen und Schüler ein klassisches Bewerbertraining, das dieses Mal mit acht externe Partner durchgeführt werden konnte. Eingeladen waren Firmen und Behörden aus der Region, um ein möglichst großes Angebot hinsichtlich der Berufsbilder abzudecken. Dazu konnten sich die Schülerinnen und Schüler Firmen oder Behörden aussuchen, über die sie mehr erfahren wollten. Dazu gab es neben den Ausbildungsmöglichkeiten, Zugangsvoraussetzungen und dem Aufbau der Firmen bzw. Behörden auch nützliche Ratschläge für das Bewerbungsverfahren sowie, nicht ganz unwichtig, der Gehaltsentwicklung. Zu den Gästen gehörten der Standortleiter von Bosch Lollar, Herr Frank Gerischer, mit seinem Ausbildungsteam, die versiert auf die Fragen der Schülerinnen und Schüler eingingen. Über die Berufschancen im Gesundheitsbereich informierte für das Ev. Krankenhaus Mittelhessen der Pflegedirektor Herr Markus Lich. Der Logistikkonzern Kühne & Nagel war vertreten durch Herrn Sebastian Arnold und informierte über berufliche Möglichkeiten in einer rasch wachsenden Branche. Die Krankenkasse Barmer wurde repräsentiert von Herrn Thomas Kraft, der seit Jahren als Begleiter der schulischen Berufsorientierung keine Fragen offenließ. Der von den Schülerinnen und Schülern begehrte Bankensektor wurde durch Herrn Christian Kaiser von der Volksbank Mittelhessen vertreten. Mit überraschenden vielen und weit gefächerten Möglichkeiten in der Tourismusbranche berichtete Herr René Schmidt von Service Reisen Heyne (Gießen). Über Berufschancen beim Landkreis Gießen informierte Frau Beate Böhm, die als Verstärkung gleich zwei Auszubildende mitgebracht hatte. Großes Interesse zeigten die Schülerinnen und Schüler auch bei den beruflichen Möglichkeiten im Polizeidienst, über die Herr Christoph Sahm von der Polizei Mittelhessen berichtete Am Ende durften sich Krasnici und Payer über drei gelungene Tage freuen, in denen umfangreiche und fundierte Kenntnisse der externen Berufsberatungsprofis an die Jahrgangsstufe vermittelt werden konnten. Ausdrücklich lobten die Partner dabei die Organisation sowie das große Interesse der Schülerinnen und Schüler.

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