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UNESCO-Demokratiecamp vom 17. bis 19. September 2019 in Kassel unter dem Motto #Wir sind Demokratie.

Clemens-Brentano-Europaschule beim UNESCO-Demokratiecamp
Die Gedanken sind frei....


Donnerstag, 19. September 2019 - Sonne - 14.00 Uhr Abfahrt mit dem Bus nach Kassel. Kassel, die Stadt der Documenta, der Brüder Grimm und neben Marburg ehemals Sitz der hessischen Landgrafen, bot den würdigen Rahmen für eine Veranstaltung, die sich in einem UNESCO-Demokratiecamp mit der aktuellen Diskussion um die Ausgestaltung unserer Demokratie beschäftigte. Der Bundesbeauftragte für die UNESCO-Schulen in Deutschland, Klaus Schilling, hatte mit seinen Mitarbeiter*innen die Seminare, Workshops und Aktion perfekt vorbereitet. Vom 17. bis 19. September 2019 arbeiteten die Teams aus Lehrer*innen und Schüler*innen in Kassel an der Universität und in Bad Hersfeld an Themen zur Demokratie und zu unserem Grundgesetz.

Uneso KasselWenn der Begriff Brutalismus in der Architektur jemals zu recht benutzt wurde, dann für den Anbau an die Jugend- und Kulturkirche CROSS in Kassel. Aber, und das ist wohl wichtiger, wie die Physiognomie und die Materialbeschaffenheit des Gebäudes, war wohl der Anlass des Zusammentreffens. Die Demokratie!

Kassel war eine Reise wert.

Drei Schulen, ein Ensemble mit UNESCO- Mitarbeitet*innen und drei Poetry Slamer aus den Schüler*innen-Workshops sowie ein Animationsfilm aus einer UNESCO- Filmwerkstatt auf einer Bühne – GSG Bad Wildungen, CBES Lollar, Schüler*innen aus verschiedenen Schulen mit Poetry Slams und Rhababa aus Kassel...

Eine perfekte Ausstellung, klein, aber fein, mit skulpturalen Objekten und Bildern einiger hessischer UNESCO- Schulen. Positiv. Arbeiten aller Jahrgangsstufen in einer Ausstellung sieht man eher selten, sie besitzen meist auch einen besonderen Reiz. Negativ. Der ausgeschriebene Wettbewerb der UNESCO Schulprojektmanager war eine rundum gute Idee, die man zukünftig, aber in dafür geeigneten Räumen, weiterführen sollte.

Rhababa brachte zu Beginn des Abends die Anwesenden in Stimmung. Die multikulturelle Kasseler Band hatte sich mit einem Chor aus UNESCO- Verantwortlichen zusammen gefunden. Ihr aktuelles Lied "Demokratie" ging unter die Haut, spiegelte es doch die real existierende politische Lage in der Bundesrepublik Deutschland exakt wider.

Sicherheit das war die Headline von Lisa. Sie trug einen Poetry Slam vor, der sich mit unserem Sicherheitsdenken auseinandersetzte. Gibt es die totale Sicherheit überhaupt, fragte sie?

Die Clemens-Brentano-Europaschule glänzte mit einer sehr innovativen Performance. Collageartig hatte man Szenen aus dem Woyzeck mit aktuellen politischen Ereignissen verknüpft und den Zuschauern so einen bittersüßen Geschmack von Unterhaltung und Betroffenheit serviert. Chancengleichheit, Gentechnik, Charity, sogar der Dieselskandal und der von Menschen gemachte Klimawandel kamen zur Sprache. Laura Adornato und Niklas Walther rockten dann die Kirche mit den vielen Ehrengästen und Teilnehmer*innen des UNESCO Symposiums und rundeten so mit ihrem musikalischen Statement für Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit die Vorstellung der Clemens-Brentano-Europaschule ab.

Das Bühnenstück "Die weiße Rose" des Gymnasiums GSG Bad Wildungen zeigte eindrucksvoll, das sich Geschichte doch wiederholt, wenn man sich nicht engagiert. Demokratie gibt es eben nicht zum Nulltarif.

Für beide Theatergruppen gab es stehende Ovationen vom Publikum, zu Recht!

Im Kirchhof hörte man noch bis spät in die Nacht Klänge von Rhababa, die gekonnt und natürlich live Lieder aus Tausend und einer Nacht mit Gesang und Texten des Abendlandes verbanden.
In der Jugendkirche hatte man mittlerweile eine Tanzfläche geschaffen, auf der zu Liedern aus den internationalen Charts getanzt wurde.

Die Gedanken sind frei….

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