Clemens-Brentano-Europaschule - Startseite

N5 – aus einer pädagogischen Idee wird mit vielen Händen ein erfolgreiches Projekt

n5Im August 2018 machten sich die neuen Jahrgänge 5 an der Clemens-Brentano -Europaschule auf einen pädagogisch innovativen Weg. Es wurde ein wöchentlicher Klassenlehrertag eingeführt, an dem der Fachunterricht nicht im Vordergrund stand. Vielmehr widmeten sich die Schülerinnen und Schüler für vier Stunden dem Projektlernen. Beteiligt an diesem Projektunterricht waren neben den Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer in der Eingangsstufe die Förderschulkräfte und im Gymnasialbereich die Schulsozialarbeit.

Dabei stand im ersten Halbjahr des Schuljahres 2018 / 2019 das „Soziale Lernen“ im Fokus, während im zweiten Halbjahr jede Klasse ein unterschiedliches Projekt erfolgreich durchführte. Um den Neuanfang deutlich nach außen zu dokumentieren, erhielt das ganze Vorhaben den griffigen Namen N5, N five, ausgesprochen.

In den ersten Monaten des Schuljahres 2018/19 sollten sich die neu zusammengesetzten Klassen finden und als starke Gruppengemeinschaft formieren, um sich gegenseitig zu stützen und ein Klima des gegenseitigen Respekts zu erzeugen. Dazu hatte die Schulsozialarbeit ein umfangreiches Paket an Maßnahmen aus dem Bereich des Sozialen Lernens ausgearbeitet.

Die zweite Phase galt der Planung und Ausarbeitung klasseninterner Projekte. Aus der Fülle der interessanten und ausgefallenen Themenvorschläge zeichneten sich im Gespräch mit den Schülern und Schülerinnen bald realisierbare und konkrete Projektvorhaben ab.

Während sich die Klasse 5a für die Produktion von Filmaufnahmen zum Thema Mobbing entschied, plante die Klasse 5b eine Theaterinszenierung zum Märchen Schneewittchen. Die Klasse 5c wiederum verschrieb sich einem Technikprojekt. Hier wurde geschraubt, gehämmert und geleimt. Am Ende des Projekts „Achterbahnen-schwungvoll konzentriert“ in der 5c standen äußerst sehenswerte fünf Produkte der klasseninternen Gruppen. Mit diesen nahm die Klasse am diesjährigen Schüler-Wettbewerb der hessischen Ingenieurskammer teil. In den Kleingruppen wurden die Bahnen geplant und in kleine Modelle aus Holz und anderen Materialien, wie Toilettenpapier-Rollen, Gartenschläuche und kleine Rohre umgesetzt – dabei musste viel kooperiert, Ergebnisse diskutiert und kleine Niederlagen „ausgehalten“ werden. Letztendlich mit durchschlagendem Erfolg. Bei der Preisverleihung hessischen Ingenieurskammer in der Gießener Kongresshalle gewannen zwei Gruppen den Sonderpreis für die beste Mädchengruppe und den Preis für die jüngsten Teilnehmerinnen und Teilnehmern im Wettbewerb. Die war in einer Konkurrenz von über 100 Wettbewerbsbeiträgen ein nennenswerter Erfolg der Lollarer Konstrukteure aus der 5c.

Die Klasse 5e untersuchte in ihrem Projekt, weshalb Dinge im Wasser schwimmen, schweben oder sinken. Dies erforschten die Schülerinnen und Schüler in selbst erdachten und überarbeiteten Experimenten und kamen zu erstaunlichen Ergebnissen. Der zweite Teil des Projektes bestand darin, in Kleingruppen Schiffe und U-Boote zu bauen. So wurden die erlernten Inhalte auch gleich praktisch angewendet. Dabei wurde – ein schöner und positiver Nebeneffekt - mancher Kunststoffmüll recycelt und auch die Holzreste der schuleigenen Werkstatt fanden eine sinnvolle Verwendung.

„Stomp“- diese Show aus Musik und Rhythmus inspirierte das Projekt der Klasse 5f. Auch die Schüler nutzten u.a. Besen, Basketbälle und Flaschen als Musikinstrumente, studierten Rhythmen und Abfolgen ein, die auf eine Schulhofsituation übertragen wurde. Es entstand eine Szene, die nicht viele Worte brauchte, aber viel Beat.

Alle Projekte konnten rechtzeitig vor den Sommerferien erfolgreich abgeschlossen und zum Schuljahresende an einem gemeinsamen, klassenübergreifenden N5-Abend interessierten Gästen in einer sommerlich erhitzten Aula präsentiert werden. Eltern, Kinder und die begleitenden Fachkräfte der Schule waren zurecht mächtig Stolt, was da auf der Bühne präsentiert wurde. Schauspiel, Filme, Musik – das abwechslungsreiche N5 – Programm überzeugte alle.

Die überaus positive Resonanz bestätigen die große Bedeutung von N5. Die ersten Monate des Sozialen Lernens legten auch den Grundstein, um erfolgreich und vor allem gemeinsam an interessanten und sinnvollen Projekten im Zweiten Halbjahr zu arbeiten.

Projektunterricht stellt im Unterrichtsalltag eine große Herausforderung dar. Ohne die Bereitschaft zur Kooperation und Koordination von Klassenlehrerinnen und -lehrern, ohne die engagierte pädagogische Unterstützung durch die Schulsozialarbeit und aus dem Förderschulbereich und ohne die fachliche und technische Hilfestellung durch weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Schule hätte die Vielzahl an unterschiedlichen Projektideen sicherlich nicht so erfolgreich umgesetzt werden können. Ihnen allen gilt es zu danken! Aber die Hauptakteure waren und bleiben unsere jüngsten Schüler und Schülerinnen aus der Jahrgangsstufe 5, denen abschließend das letzte Wort gehören muss:

„Wir aus der 5a haben uns in unserer Klasse von Anfang an super verstanden!

Im 1. Halbjahr haben wir in den Soziales Lernen Stunden Spiele gespielt um den Zusammenhalt zu festigen und den Teamgeist zu stärken.  Das hat großen Spaß gemacht!

Im Februar ging es dann weiter mit Projektarbeit. Unsere Vorschläge waren sehr unterschiedlich und voller interessanter Ideen. Letztendlich konnten wir uns darauf einigen, einen Film zu machen zum Thema: Mobbing.

Natürlich gab es während der Produktion immer mal wieder Komplikationen und kleinere Konflikte aber am Ende sind alle Filmbeiträge wirklich super geworden! Übrigens haben sich bei den Dreharbeiten viele neue Freundschaften gebildet! “ (5a)

 

"Unsere Klasse wollte ein Theaterstück aufführen. Wir wollten das Märchen Schneewittchen als modernes und witziges Theaterstück gestalten. Die Lehrerin Frau Mikolas und die Sozialarbeiter Herr Brachthäuser, Frau Bockstaller und Frau Schwarz haben uns dabei unterstützt. Außerdem half uns die erfahrene Theaterpädagogin Rike. " (Stimmen 5b)

„Wir haben uns dazu entschieden verschiedene Parcours im Wald zu bauen, da wir schon zu Beginn des Schuljahres immer gerne im Wald waren. Die Ausflüge in den Wald haben uns als Klasse gutgetan und uns enger zusammengeschweißt. Streitigkeiten, die in der Schule auftraten, waren spätestens im Wald geklärt oder vergessen. Das gemeinsame Arbeiten hat sehr viel Spaß gemacht und wir konnten fast alle unsere Ideen umsetzen. So haben wir mit Ästen, Baumstümpfen und Steinen verschiedene Sprung- Balancier- und Geschicklichkeitsparcours gebaut. Auch konnten wir mit Moos, Baumrinde, Blättern und Waldboden einen Barfußparcour bauen. Auch wir hatten, genau wie die anderen Klassen, kleinere Schwierigkeiten. So konnten wir unsere Idee vom Bau einer Schaukel nicht umsetzten.“ (5d)

Additional information