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Sechste Klassen aus Lollar stürmen Römerkastell

Antreten zum AppellAm 14. und 15. Mai fuhren alle sechs Klassen der Jahrgangsstufe 6 aus der Eingangsstufe und des Gymnasialzweigs in den Taunus. Dort wandelten sie bei bestem Wetter im rekonstruierten Limeskastell Saalburg auf den historischen Spuren der alten Römer. Das Kastell hatte bis ins dritte nachchristliche Jahrhundert die Aufgabe die Grenzen Roms gegen die Germanen zu sichern. Gleichzeitig kontrollierten die römischen Grenzlegionäre den Kontakt zwischen dem Imperium Romanum und den doch etwas rückständig – aber frei – lebenden Germanen jenseits des Limes.

Die Sechstklässler erhielten von den pädagogischen Fachkräften des Saalburgmuseums über mehr als drei Stunden ein spannendes und abwechslungsreiches Programm geboten. Dazu gehörten eine Führung durch die Festungs- und Wohnanlage der Legionäre und eine römische Verkleidungsshow. Weiterhin bestritten die Sechstklässler ein intensives Exerziertraining und durften sich abschließend als Mitglieder der Auxiliarii („Hilfstruppen“) am Bogenschießen ausprobieren.

Die Strapazen der römischen Legionäre erfuhren die Schülerinnen und Schüler beim Drill des Exerzierens. Auf Lateinisch hallten die Befehle „rechts, links, kehrt, steht“ der modernen Zenturionen durch die Vorhalle des Römerlagers. Schwierig wurde es aber, als die Lollarer Legionäre dann mit einem für viele doch recht schweren Schild eine sogenannte Schildkröte bilden sollten. Dazu kamen die ungewohnt scharfen Befehle. Die ersten Reihen hatten in die Kniee zu gehen, Schild auf Schild wurde dann aufeinandergelegt, um die strategische Defensivstellung einzunehmen. Hier wackelten die Reihen doch sehr, da die kleinsten Schülerinnen und Schüler vorne stehend das meiste Gewicht schulterten. Stöhnen und Klappern waren groß, doch am Ende stand die römische Schildkröte in Gefechtsposition.

Entspannter ging es dann doch beim Verkleiden zum Römer bzw. zur Römerin zu. Jeweils eine Schülerin oder ein Schüler schlüpften in die Rolle einer römischen Matrona, eines römischen Senators oder in die eines Legionärs des Imperiums. Sehr verwundert waren doch die Sechstklässler darüber, wieviel Zeit und Personalaufwand das Anlegen der römischen Kleidung erforderte. Aber es wurde auch viel gelacht, als die Tunika und Toga oder das Kettenhemd, Helm und Gladius (Kurzschwert) angelegt waren. Denn plötzlich standen doch irgendwie echte Römer und Römerinnen vor der Klasse.

Das Bogenschießen auf der grünen Wiese machte allen Schülerinnen und Schülern viel Spaß. Einige unentdeckte Talente kamen zum Vorschein, als der Pfeil mit hoher Geschwindigkeit in die Mitte der Zielscheibe flog. Die Zielscheibe war dekorativ auf einem Heuballen aufgemalt.

Mit diesem Aktionstag im frühlingshaften Taunus wurde nicht nur der Unterrichtsalltag aufgelockert. Die Schülerinnen und Schüler informierten sich ganz konkret über das Leben der Römer am Limes. Dabei hieß es nicht nur zuhören und anschauen, sondern anpacken, anziehen und mitmachen. Bevor es dann mit dem Bus wieder Richtung Lollar nach Hause ging.

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