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Lehrer aus Lollar zum Arbeitstreffen in Bulgarien

Europäisches Förderprogramm „Erasmus +“ bringt Lehrkräfte aus Europa nach Plovdiv

 

Пловдив  Plovdiv

Vom 14. bis 18. Oktober trafen sich 12 Lehrerinnen und Lehrer aus den Niederlanden, Frankreich, Bulgarien, Großbritannien und Lollar in Plovdiv, der zweitgrößten Stadt Bulgariens, um ein multilaterales Treffen mit Schülerinnen und Schülern vorzubereiten. Dieses Treffen, mit dem Ziel Unterrichtsmaterial zu den Themengebieten „Frieden und Menschenrechte“ sowie „Kulturelles Erbe und Tradition“ zu erstellen, vorzubereiten, findet im Februar 2019 im französischen Lille statt. Von der Clemens-Brentano-Europaschule aus Lollar nahmen Philipp Schifferli und Michael Kühn an dem intensiven Planungs- und Organisationsmeeting in Bulgarien teil.

Titel des Arbeitsauftrags

Peace and Human Rights   -   Cultural Heritage and Traditions

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Gruppenfoto in der Altstadt von Plovdiv

In Mitteleuropa fragt man sich häufig, wie sehen die Schulen im ehemaligen Ostblock eigentlich heute aus, wie sind sie ausgestattet, wie strukturiert? Unsere Partnerschule im bulgarischen Plovdiv, Bulgarien, die Ezikova gimnaszia Ivan Vazov, ist eine Schule mit sprachlichem Schwerpunkt. Sieben europäische Sprachen werden in speziellen Klassenräumen unterrichtet. Sie sind liebevoll im Blick auf die jeweiligen Länder „eingerichtet“.

Was besonders auffiel, war der Stolz auf die Tradition und Kultur. Bulgarien ist eines der kleinsten Länder Europas mit etwa 7,3 Millionen Einwohnern, von denen alleine in der Hauptstadt Sofia etwa 1,2 Millionen leben. Mehr als eine Millionen junge und meist gut ausgebildete Menschen haben in den letzten 30 Jahren Bulgarien in Richtung Westen verlassen, dennoch geht es, zwar in kleinen Schritten, aber kontinuierlich aufwärts in Bulgarien.

Plovdiv ist neben dem italienischen Matera Kulturhauptstadt Europas im Jahr 2019. Und das zu Recht! In der Altstadt lassen sich Artefakte aus den letzten Jahrtausenden genauso bestaunen, wie es neue Strukturen und Bauwerke zu entdecken gibt. Auch hier - am Rande der EU – hält die Moderne Einzug.

Plovdiv ist ein guter Ort um über Traditionen, Kultur, Frieden und Menschenrechte zu sprechen, zumal Bulgarien in seiner Geschichte immer auch zum Spielball größerer Mächte wurde, die ihre Kultur mitbrachten. In der Altstadt Plovdivs lassen sich so auch religiöse und architektonische Überreste russisch-orthodoxer, christlicher, griechisch-orthodoxer und jüdischer Herkunft bestaunen.

Die Aufgabe bei dem Treffen in Plovdiv bestand darin, in zwei Seminaren jeweils eine in allen beteiligten Staaten umsetzbare Unterrichtseinheit zu den Themen „Frieden und Menschenrechte“ sowie „Kulturelles Erbe und Tradition“ zu entwerfen und auszuarbeiten, wobei ein großer Wert auf moderne methodische Ansätze gelegt wurde.

Im Februar 2019 sollen die Einheiten dann in gemischten Lerngruppen im französischen Lille in der Praxis des Unterrichtsalltags erprobt, umgesetzt beziehungsweise durchgeführt werden.

„Europa lebt“ – so fasste der Lollarer Kunstlehrer Michael Kühn die gelungene Reise knapp und zutreffend zusammen!

Zum Abschluss der Veranstaltung verabschiedeten sich die Lehrer und Lehrerinnen mit einem herzlichen Tshao bulgaria und einem neugierigen bonne journee france voneinander.

Michael Kühn im Oktober 2018

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