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Netzwerk für Demokratie und Toleranz an der CBES

Im März 2018 trat der Bürgermeister von Lollar, Herr Dr. Bernd Wieczorek an den Direktor der  Clemens-Brentano-Europaschule Herrn Andrej Keller heran, um den Fachbereich Kunst für eine künstlerisch - demokratische Aktion der Gemeinde zu aktivieren. Nach Absprache mit dem Netzwerk für Demokratie und Toleranz sollten die SchülerInnen des Leistungskurses - Kunst 12 Entwürfe für Schilder, die an den Ortseingängen der Städte und Gemeinden des Lumdatals aufgestellt werden sollen, entwerfen. Mit dem Titel „Lollar, Ort der Vielfalt, Toleranz und Demokratie im Lumdatal“ sollte ein Zeichen gegen faschistisches Gedankengut gesetzt werden. Eine Idee, die man kritisieren, aber auch unterstützen kann. Wir haben lange darüber nachgedacht, wie man wirksam gegen ultrarechte Tendenzen in einigen Gemeinden im Lumdatal vorgehen kann, und ob dies überhaupt die Aufgabe eines Kurses in der Oberstufe der CBES sein kann. Wir haben die Frage mit einem eindeutigen Ja beantwortet und unserer Zusage Taten folgen lassen. Wir empfanden eine besondere Verantwortung dafür, uns für unsere demokratische Grundordnung einzusetzen.

Es ist sehr schwierig Logos zu entwerfen, die einerseits die Idee von einer humanen Gesellschaft widerspiegeln, die übrigens ein Großteil der Bevölkerung mitträgt und andererseits die Logos auf eine Minderheit treffen werden, die unsere Verfassung in wesentlichen Teilen negiert und zum Widerstand gegen die Aufstellung der Schilder aufrufen wird.

Im Juni fand dann ein Treffen zwischen zwei Vertretern der Initiative und den SchülerInnen der Clemens-Brentano-Europaschule statt. Herr Haußmann und Frau Gerschlauer diskutierten mit uns über die Form, den Zweck und die Intention, die hinter dem Gedanken zur Aufstellung von Schildern an den Ortseingängen stand.

Nach mehreren Sitzungen in den Gemeinderäten und einer Vorstellung der Schülerarbeiten im Bürgerhaus Lollar am 24.Oktober 2018 könnten nun die Schilder produziert werden. Kilian Ortwein,    Judith Mattner und Steffi Heinz erklärten gemeinsam mit ihrem Kursleiter Michael Kühn die Ideen, die hinter den ausgearbeiteten Entwürfen stehen.

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Wann die Schilder nun Realität werden scheint mittlerweile ein Politikum zu sein. Warten wir es ab. Zumindest die CBES hat eindeutig Für Demokratie, Toleranz und Vielfalt Stellung bezogen.

Michael Kühn im Oktober 2018

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